Jahreslosung 2018: Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Offb. 21,6  Home   |   Login  |   Impressum |   Datenschutz

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Hiob und seine Freunde


In Grüntönen und zartem Violett hat der Künstler einen sitzenden Mann gestaltet. Die rechte Hand stützt seinen Kopf. Die Linke liegt schlaff und müde auf dem Knie. Der Oberkörper ist nach vorn gebeugt. Das Gesicht wirkt ausdruckslos, die Augen geschlossen. Dieser Mann ist ausgelaugt und erschöpft. „Es ist genug!” Genug gelitten, genug gekämpft, genug der selbstquälerischen Gedanken. Ihm gegenüber haben sich drei Gestalten positioniert. Hart und unerbittlich mustern sie die gebeugte Gestalt. Ihre Augen stechen bis in seine Seele hinein. In Reih und Glied sind sie angetreten. Sie wirken militant. Die abwehrende Geste des Ersten unterstreicht: „Bevor wir weiter reden: Zwischen dir und uns gibt es eine klare Grenze. Zwischen dir und uns liegen Welten. Das steht erst einmal fest.” Aus der Fensterkuppel senkt sich dunkel und bedrohlich eine Halbkugel auf die Beteiligten herab. So, als stürze der Himmel auf die Erde.
Diese Szenerie würde das ganze Bild in Düsternis versinken lassen — gäbe es da nicht diesen Lichtkegel: Wie mit weit ausgreifenden Armen schiebt er sich ins Bild hinein. Der Gebeugte wird in diese Lichtquelle getaucht. Und wer genau hinsieht, entdeckt, dass sein nach innen gerichtetes Auge die Farbe des Lichtes widerspiegelt. Das Auge ist Spiegel der Seele. Noch leuchtet es. Zwischen die aggressive Front der Gestalten und den Gebeugten schiebt sich wie ein Schutzschild das kräftige orange.
„Hiob und die falschen Freunde“  möchte ich dieses Bild überschreiben. Denn wie herzensgute Freunde, von denen sich der gebeugte Hiob etwas erhoffen kann, treten die Gestalten nicht auf.
In der Hioberzählung geht es um das Problem, dass der Gerechte leiden muss. Der theologische Leitgedanke dieser biblischen Weisheitsdichtung ist die Warum-Frage. Warum muss der, dem eigentlich nichts anzulasten ist, so Schweres ertragen? Warum geht es dem Guten schlecht und so vielen Bösen gut? Wie verhält es sich mit dem gerechten Gott? Aus mitleidenden Freunden werden im Hiobbuch anklagende Freunde: „Gott ist gerecht. Gottes Gerechtigkeit steht nie in Frage”. So schlussfolgern sie. „Deshalb muss es triftige Gründe geben, warum Du, Hiob, so viel aushalten musst.” Diese Position der Freunde belastet Hiob sehr. Sie erdrückt ihn schier. „Das hast Du Dir selbst zuzuschreiben. Du musst Dich nur lange genug prüfen, dann wirst Du die Gründe für Dein Unglück schon entdecken”, behaupten sie. Statt ersehnter Entlastung — niederschmetternde Belastung. Statt Befreiung — Fesselung. Falsche Freunde sind sie. Sie reden davon, Hiob wieder zu einem richtigen Gottesverhältnis zu verhelfen. Tatsächlich aber kontrollieren und belasten sie ihn nur. Würden sie doch nicht so herablassend sein, sondern sich zu ihm herablassen. Würden sie doch nicht über seinen Kopf hinwegreden, sondern ihre Knie beugen und auf gleicher Augenhöhe nach seinen Beschwernissen freundschaftlich und mitfühlend fragen.
Im Fenster schiebt sich ein Kreuz zwischen Hiob und die „Freunde”. Es umgibt ihn wie eine helle Aura. Hiob wird durch das Lichtkreuz vor der Rechthaberei der Freunde beschützt, Das Kreuz lässt Hiob einen Raum, wo er zweifeln und fragen darf, während ihn die Freunde aufs Kreuz legen möchten.
Von der Hoffnung auf Veränderung zeugt dieses Licht. Es hat die Kraft, die gepanzerten Herzen der Freunde zu durchdringen.

Harald Sauer

 

 

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1. Ökumenischer
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10. März 2018